Geschichte der Maoris

Die Geschichte Neuseelands geht, archäologischen Beweisen zufolge, mindestens 700 bis 1000 Jahre zurück, bevor überhaupt erste europäischen Siedler die Inseln betraten.

Neuseeland

In den Jahren 952 bis 1150 n. Chr. kamen die ersten polinesischen Vorväter der Maoris im heutigen Neuseeland an. Sie gaben diesem Land den Namen ´Aotearoa´ was mit ´Das Land der langen, weißen Wolke´ übersetzt werden kann.

Die ersten europäischen Entdecker kamen im Jahre 1642 auf die Inseln und ab dem 18. Jahrhundert wurde das Land regelmäßig von Entdeckern und Seefahrer, von Missionaren, Händlern und Abenteurern besucht.

Im Jahre 1840 wurde der Vertrag von Waitangie unterzeichnet. Die Englische Krone und die Maori Häuptlinge einigen sich darin, daß Neuseeland ein Königreich im Commonwealth of Nations wurde; das ist es bis heute.

Heute machen die Maori 14 Prozent der Bevölkerung aus. Ihre Sprache und Kultur hat einen wichtigen Einfluss auf alle Aspekte des Lebens in Neuseeland.

Die Maori haben eine mündliche Kultur, die reich an Geschichten und Legenden ist. Die Schöpfungsgeschichte der Maori beschreibt, wie die Welt durch die gewaltsame Trennung von Ranginui, dem Himmelsvater, und Papatuanuku, der Erdmutter, durch ihre Kinder entstanden ist. Viele Schnitzereien und Kunstwerke der Maori stellen diesen Kampf bildlich dar.

Die Erschaffung Neuseelands wird in der Legende von Maui beschrieben. Dieser Gott war ein dreister Schwindler, dem es unter anderem gelang, die Sonne dazu zu bringen, die Tage länger zu machen. Seine größte Berühmtheit erlangte er jedoch, als er die Nordinsel herausfischte, was als Te Ika a Maui (der Fischzug des Maui) beschrieben wird. Ein Blick auf eine Luftaufnahme der Nordinsel zeigt, wie sehr sie einem Fisch ähnelt. Die Maori glauben, dass der hohe Norden der Schwanz des Fisches ist und Wellington Harbour das Maul. Die Maori beschreiben die Südinsel als das Waka (Kanu) und die Stewart-Insel (Rakiura) als den Punga (Anker) von Maui.